Lesungen und Gespräche über das Schreiben - immer 2 Autor*innen aus Prosa, Sachbuch, Lyrik, Comic oder Drehbuch
Über das Handwerk, Schreiben, das Leben und den ganzen Rest.
Veröffentlicht am 05.07.2026 / 17:22
Er war Handwerker, bevor er Schriftsteller wurde. Heute schreibt er Romane, in denen Figuren mit rechtem Gedankengut nicht vorgeführt, sondern verstanden werden wollen. Domenico Müllensiefen war bei uns zu Gast – über den Weg von der Baustelle ins Literaturinstitut, über Mentoren, die nicht mehr da sind, und über die Frage, warum ein Kanzler, der sich über Leute erhebt, das Gegenteil von dem ist, was er in seinen Texten will.
Timestamps
00:00 – Intro, drei Monate bis zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
03:55 – Wut, Zärtlichkeit, Resignation: die Motoren fürs Schreiben
05:09 – Figuren mit Würde begegnen, auch den rechten
09:19 – Wie das Schreiben ins Leben kam: Telekom-Job, Trennung, erster (zum Glück unveröffentlichter) Text
11:27 – Die Mentoren: Steffen Mohr und Henner Kotte
12:36 – DDR-Sozialisation, Bitterfelder Weg, Wolfgang Hilbig
ab ca. 15:00 – Die drei Romane und ihre wiederkehrenden Figuren
33:58 – Recherche als Fundament für Wut und Verständnis
34:48 – Die Grundfrage hinter jedem Buch – von Freundschaft bis zur LKW-Fahrerin Sandra
38:01 – Schnellfragen: Stadt oder Land, Musik beim Schreiben, der Name Bärbel
Die Bücher von Domenico Müllensiefen (Kanon Verlag)
Unter unseren Feuern
Schnall dich an, es geht los
Manchmal muss man sich entscheiden (2026)
Zitat aus der Folge: "Ich bin halt immer noch irgendwo ein Handwerker. Und Schreiben ist ja auch ein Handwerk."